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Kapitalanlage Immobilien: die wichtigsten Fragen ausführlich beantwortet

Von Eigenkapital über Kennzahlen bis Steuern und Risiken: Hier findest du die Antworten auf die Fragen, die vor dem ersten Kauf einer vermieteten Immobilie in Deutschland, Österreich und der Schweiz wirklich gestellt werden.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Einkaufspreis entscheidet – Kaufpreisfaktor unter 25, besser unter 20.
  • Eigenmittel: Nebenkosten 10–12 % (DE), rund 10 % (AT), ab 20 % (CH) plus Reserve.
  • Steuervorteile sind Zugabe, nie Kaufgrund.
  • Größtes Risiko ist die unvollständige Prüfung, nicht der Markt.
  • Kostenloser Rückruf: Zahlen und Finanzierungsrahmen unverbindlich durchsprechen.

Lohnt sich eine Kapitalanlage-Immobilie 2026 überhaupt noch?

Ja, aber nicht pauschal. Seit der Zinswende entscheidet fast ausschließlich der Einkaufspreis über den Erfolg. Objekte, die 2021 zum 30-fachen der Jahresmiete verkauft wurden, liegen heute in vielen B-Städten beim 18- bis 22-fachen. Wer diszipliniert einkauft, bekommt heute mehr Rendite pro eingesetztem Euro als in der Niedrigzinsphase.

Gleichzeitig steigen die Mieten in nachfragestarken Städten, weil kaum neu gebaut wird. Für eine vermietete Wohnung bedeutet das: Die laufenden Einnahmen sind stabiler geworden, während die Kaufpreise verhandelbarer sind. Entscheidend ist also nicht die Frage „Ist jetzt ein guter Zeitpunkt?“, sondern „Ist dieses Objekt zu diesem Preis gut?“.

Wie viel Eigenkapital brauche ich wirklich?

Die Faustregel lautet: Die Kaufnebenkosten kommen aus eigener Tasche, der Kaufpreis wird finanziert. Wie hoch die Nebenkosten ausfallen, unterscheidet sich je nach Land deutlich.

  • Deutschland: rund 10–12 % (Grunderwerbsteuer je nach Bundesland 3,5–6,5 %, Notar und Grundbuch ca. 2 %, Maklercourtage falls anfällt).
  • Österreich: rund 10 % (Grunderwerbsteuer 3,5 %, Eintragungsgebühr 1,1 %, Notar/Vertragserrichtung, Makler).
  • Schweiz: mindestens 20 % Eigenmittel, davon 10 % „hartes“ Eigenkapital, plus Tragbarkeitsrechnung mit kalkulatorischem Zins von rund 5 %.
  • Zusätzlich sinnvoll: eine Liquiditätsreserve von 3–6 Monatsmieten für Leerstand, Reparaturen und Sonderumlagen.

Welche Kennzahlen entscheiden über Kauf oder Absage?

Vier Zahlen reichen für die Vorauswahl. Alles Weitere ist Detailprüfung, die erst nach diesem Filter Sinn ergibt.

  • Kaufpreisfaktor = Kaufpreis ÷ Jahresnettokaltmiete. Unter 25 ist Pflicht, unter 20 macht Cashflow realistisch.
  • Bruttomietrendite = Jahresnettokaltmiete ÷ Kaufpreis × 100.
  • Nettomietrendite = (Jahresmiete − nicht umlagefähige Kosten) ÷ (Kaufpreis + Nebenkosten) × 100.
  • Cashflow = Nettokaltmiete − Zins − Tilgung − Verwaltung − Rücklage.

Was bringt die Steuer bei vermieteten Immobilien?

In Deutschland werden Gebäude im Bestand mit 2 % jährlich abgeschrieben (Baujahr vor 1925: 2,5 %), Neubauten seit 2023 mit 3 %. Abschreibung, Finanzierungszinsen, Verwaltung, Instandhaltung und Fahrtkosten sind Werbungskosten und mindern die Steuerlast auf Mieteinnahmen. In Österreich beträgt die Abschreibung für Wohngebäude in der Regel 1,5 %.

Wichtig ist die Reihenfolge: Ein Objekt wird nie wegen der Steuer gekauft, sondern weil die Zahlen ohne Steuereffekt tragfähig sind. Der Steuervorteil ist die Zugabe, nicht das Geschäftsmodell. Verbindliche Aussagen zu deiner Situation macht dein Steuerberater.

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Welche Risiken werden am häufigsten unterschätzt?

Nicht der Markt ist das größte Risiko, sondern eine lückenhafte Prüfung. Diese Punkte tauchen in fast jedem Fehlkauf auf:

  • Instandhaltungsstau: eine zu niedrige Rücklage in der Eigentümergemeinschaft wird später zur Sonderumlage.
  • Bestandsmiete über Marktmiete: beim Mieterwechsel bricht die Rendite ein.
  • Anschlussfinanzierung: nach 10 Jahren Zinsbindung muss die Rate auch bei höherem Zins tragbar sein.
  • Standort ohne Nachfrage: hohe Rendite auf dem Papier, aber schwer wieder vermietbar oder verkäuflich.
  • Keine Liquiditätsreserve: schon ein Mietausfall von drei Monaten wird dann zum Problem.

Wie läuft ein Kauf von der Suche bis zur Vermietung ab?

Ein sauberer Ablauf dauert typischerweise drei bis sechs Monate: Finanzierungsrahmen mit der Bank klären, Kaufkriterien schriftlich fixieren, Objekte über Netzwerke und Off-Market-Quellen sichten, Zahlen prüfen, besichtigen, Unterlagen der Eigentümerversammlung lesen, Kaufvertrag über den Notar abwickeln, Übergabe, Vermietung und Verwaltung aufsetzen.

Der häufigste Zeitverlust entsteht ganz am Anfang: Wer ohne Finanzierungsbestätigung sucht, verliert gute Objekte an Käufer, die sofort entscheiden können.

Fragen zu deinem konkreten Objekt?

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Häufige Fragen.

+Ab welchem Einkommen ist eine Kapitalanlage-Immobilie sinnvoll?

Banken finanzieren in der Regel ab einem sicheren Nettoeinkommen, das nach allen Fixkosten eine mögliche Zuzahlung dauerhaft trägt. Wichtiger als eine feste Einkommensgrenze sind saubere Bonität, vorhandene Eigenmittel für die Nebenkosten und eine Liquiditätsreserve.

+Eigentumswohnung oder Mehrfamilienhaus als erste Kapitalanlage?

Für den Einstieg ist die vermietete Eigentumswohnung meist der pragmatischere Weg: geringeres Volumen, klar geregelte Verwaltung und einfachere Finanzierung. Ein Mehrfamilienhaus bietet mehr Steuerungsmöglichkeiten, verlangt aber deutlich mehr Eigenmittel und Managementaufwand.

+Neubau oder Bestand?

Neubau bietet höhere Abschreibung, geringeren Instandhaltungsaufwand und meist niedrigere Rendite. Bestand bietet höhere Mietrendite, dafür Sanierungs- und Energiethemen. Beides funktioniert – der Preis muss zum jeweiligen Risiko passen.

+Wie finde ich Objekte, die nicht öffentlich inseriert sind?

Über Hausverwaltungen, Bankberater in der Immobilienfinanzierung, Bauträger mit Restkontingenten und Makler-Verteiler. Diese Kanäle liefern Objekte, bevor sie auf Portalen landen.

+Kann ich meine Situation vorab kostenlos besprechen?

Ja. Über den Rückruf-Button auf dieser Seite wählst du einen Termin für heute, morgen oder übermorgen und trägst Name, E-Mail und Telefonnummer ein. Das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.